Mystik in Stein und Fels: St. Martin

Dort, wo der Himmel schmal ist und die Strasse am Stausee endet. Dort liegt St. Martin, die legendäre Walsersiedlung, verborgen im südlichsten Zipfel des Kantons St. Gallen. Ein halbes Dutzend Häuser und eine Kapelle aus dem Jahr 1312. Mehr nicht. Aber das alles in einer atemberaubenden Bergwelt. Reine Mystik in Fels und Stein. 

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So kamen die Walser nach St. Martin

1348
Zwölf Walserfamilien erhalten vom Kloster Pfäfers die Bewilligung, auf der Alp Sardona zu siedeln.

1380
Eine Kapelle wird errichtet und nach dem Heiligen Martin, Bischof von Tours, benannt. Die Messen liest ein Pfarrer, der viermal pro Jahr über den Heitelpass kommt (7 Stunden Fussmarsch).

1652
Lawinen und Steinschlag machen das Leben immer schwerer. Die letzten Walser verkaufen ihre Höfe und ziehen weg ins mildere Vättis SG oder nach Malans GR.

1955
Das Kirchli wird grundlegend restauriert und unter Denkmalschutz gestellt. Danach wird auch der Weiler mit dem Restaurant stilgerecht renoviert. 

1999
In einem schrecklichen Lawinenwinter entgeht St. Martin nur knapp grösseren Schäden.